Ein Grundstück mit rechtskräftiger Baugenehmigung gehört zum Schwierigsten, was sich in der Immobilienbranche verkaufen lässt, denn alles, was Sie verkaufen, steht auf Papier. Sie haben einen genehmigten Plansatz und ein klares Bild im Kopf. Der Interessent steht am Gartentor, sieht einen schmalen Streifen Erde und glaubt nicht, dass darauf ein Haus mit drei Schlafzimmern, Garten und zwei Stellplätzen Platz findet. Die Zeichnungen sind der Beweis, und außerhalb der Branche kann sie fast niemand lesen.
Architekturvisualisierung war immer die Antwort darauf, und sie war immer für Bauträger kalkuliert: Ein Visualisierungsbüro rechnet pro Ansicht ab, braucht mehrere Tage und meist ein 3D-Modell als Grundlage. Für ein Projekt mit vierzig Einheiten ist das angemessen. Für ein Grundstück, ein Einfamilienhaus in Eigenregie oder ein Objekt, das diese Woche ins Portal soll, ist es das nicht.
Was Sie hochladen und was zurückkommt
Drei Ausgangsbilder decken nahezu jede Genehmigungsmappe ab. Aus einer 3D-Ansicht oder einer weißen Massenstudie des Architekten wird eine fotorealistische Außenansicht des fertigen Hauses, mit echtem Putz, Klinker, Dachziegeln, Verglasung, Pflasterung und gewachsener Bepflanzung. Aus einem Lage- oder Bebauungsplan wird eine Luftaufnahme des fertigen Grundstücks, mit Autos auf den eingezeichneten Stellplätzen und Nachbarhäusern, die zur Straße passen. Aus einem 3D-Schnittgrundriss wird ein möbliertes Puppenhausbild, sodass die Aufteilung wie ein Zuhause wirkt und nicht wie ein Schema. In allen Fällen stammt die Geometrie aus Ihrer Zeichnung, generiert wird nur die Oberfläche.
Marketingbilder, keine Zeichnungen
Das sind Marketingvisualisierungen. Sie sind fotorealistisch und folgen der Geometrie der Zeichnung, die Sie liefern, aber sie sind keine genehmigungs- oder ausführungsgenauen Dokumente. Materialien werden interpretiert, Bepflanzung wird erfunden, und Nachbargebäude werden plausibel ergänzt statt aufgemessen. Nichts davon ersetzt die Mappe Ihres Architekten: Nutzen Sie die Zeichnungen für Antrag und Ausführung und diese Bilder, um das Ergebnis zu erklären. Kennzeichnen Sie sie bei der Veröffentlichung als computergenerierte Visualisierung.
Für wen es gedacht ist
Grundstücksverkäufer mit erteilter Genehmigung. Bauherren, die Familie, Bank oder Bauunternehmen zeigen wollen, worauf sie sich einlassen. Kleine Bauträger, die vor dem ersten Spatenstich vermarkten. Makler, die wollen, dass ein noch nicht gebautes Haus im Exposé wie ein Zuhause wirkt und nicht wie eine Wiese. Architekten nutzen es ebenfalls, aber als Präsentationsabkürzung und nicht als Entwurfswerkzeug, denn wenn die Zeichnungen vorliegen, ist die Entwurfsarbeit bereits getan.







